Superfoods – super angesagt, super unökologisch

Sie sind in aller Munde, oft exotischer Herkunft und bringen Abwechslung in den Speiseplan: Die als Wunderwaffe angepriesenen Superfoods, wie zum Beispiel Quinoa und Chia-Samen, haben oft einen weiten Weg hinter sich, bevor sie unseren Supermarkt erreichen. Das Vorhaben, gesund Essen zu wollen, bringt uns dann aber doch immer wieder dazu, die Avocado ins „Wägeli“ zu legen. Da muss es doch andere Mittel und Wege geben. Dieser Artikel zeigt, welche einheimischen Wunderwaffen locker mit den Superfoods mithalten können.

Der Superfood-Hype

Beim Begriff «Superfood» handelt es sich um einen Marketing-Begriff. Gemeint sind Amaranth, Quinoa, Chia-Samen und viele weitere. Sie sollen durch den hohen Nährstoffgehalt beim Abnehmen helfen und Krankheiten vorbeugen. Eine von Statista erstellte Infografik zeigt, dass sich beispielsweise der Verkauf von Amaranth zwischen 2015 und 2016 mehr als verdoppelte. Die heilende Wirkung ist nicht bei allen Superfoods nachgewiesen und ist kritisch zu betrachten. Viele dieser Lebensmittel sind verarbeitet, damit sie den weiten Weg zu dir nach Hause unbeschadet überstehen. Zusätzlich belasten eben diese Transportwege das Klima enorm, durch den Energieverbrauch und die Abgase. Eine Lösung für dieses Problem bieten unsere einheimischen Superfoods.

Heimische Alternativen für Avocado und Co.

Uns von easynachhaltig sind die oben genannten Nebenwirkungen eindeutig zu viele! Doch was kann ich stattdessen essen?

Leinsamen zum Beispiel. Sie sind die perfekte Alternative zu Chia-Samen. Leinsamen werden in europäischen Ländern angebaut, ebenfalls in der Schweiz. Sie sind reich an Magnesium und Eisen. Die Nahrungsfasern regulieren ausserdem die Verdauung. Ein idealer Ersatz also, um das Müsli am Morgen zu verfeinern, ohne ein schlechtes Gewissen der Umwelt gegenüber haben zu müssen.

Wir suchten weiter und stiessen auf Hirse und Hafer, um die weitgereiste Quinoa zu ersetzen. Hirse ist ebenfalls eine glutenfreie Körnerfrucht und muss sich deshalb nicht hinter der Quinoa verstecken. Beide enthalten viel Protein und Eisen,was sie für Veganer zu einer beliebten Eiweissquelle macht. Hirse und Hafer werden in Europa angebaut, was sie zu idealen Alternativen macht.

Die geheime Konkurrentin der Avocado ist die Walnuss. Der Gehalt an der einfach ungesättigten Ölsäure und der mehrfach ungesättigten Fettsäuren ist höher als in der Avocado. Sie ist ausserdem ideal geeignet, um einen Salat zu verfeinern. Die Walnuss wird in Deutschland angebaut und lässt sich sehr lange lagern. Im direkten Duell geht die Walnuss klar als Siegerin hervor!

Und jetzt?

All diese Alternativen zeigen, dass unsere heimischen Lebensmittel locker mit den Exoten mithalten können. Die lokalen Produkte schonen zudem den Studenten-Geldbeutel. Konsequent lokal zu Essen ist nicht immer spassig und bedeutet, dass wir unsere Gewohnheiten ändern müssen. Nicht einfach, das ist klar! Und es ist auch nicht jeder ein Umweltsünder, der ab und zu eine Avocado isst. Wir von easynachhaltig wollen aber zeigen, wie einfach es sein kann, diese Lebensmittel zu ersetzen.

Du bist interessiert an einem nachhaltigeren Lifestyle? Dann komm am 19. November im Somedia-Gebäude an der Sommeraustrasse 32 in Chur vorbei, um über weitere Lösungen zu sprechen. Jede Meinung zählt und wir freuen uns, gemeinsam mit dir etwas zu verändern. Melde dich jetzt an!

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