Warum der Klimawandel auch die Menschenrechte bedroht

Der Klimawandel ist eine enorme Herausforderung für Planet, Mensch und das Tier. Und er birgt auch die Gefahr von sozialen Unruhen, welche die fundamentalsten Menschenrechte gefährden könnten. Welche Risiken der Klimawandel für die Menschenrechte mit sich bringt, erläutern wir dir am heutigen Tag der Menschenrechte.

Die Prognosen sind düster: Erwärmte sich die Erde in früheren Zeiten im Schnitt um höchstens einen halben Grad in einem Jahrhundert, geht dieser Prozess heute dreimal schneller vonstatten. Das vom Menschen in grosser Menge produzierte CO2 treibt die Erwärmung immer schneller voran. Wenn wir nicht schnell handeln, soll sich die Erde bis zum Ende des Jahrhunderts um bis zu 2,5 Grad erwärmen. Dies hätte gravierende Folgen für Mensch und die Umwelt.

Die Folgen

Was bisher in breiter Öffentlichkeit diskutiert wurde, ist, dass der Meeresspiegel bei erhöhten Temperaturen massiv ansteigen wird. Ganze Küstenregionen sind damit von der Überflutung bedroht. Durch die veränderten Wetterverhältnisse wird es in Regionen der Welt einerseits stärkere Regenfälle und Unwetter geben – aber andererseits eben auch Dürreperioden. Und gerade die klimatisch veränderten Begebenheiten könnten einen enormen Einfluss auf die globalen Menschenrechte haben. In den Küstenregionen wird die Anzahl von Überflutungen, Starkniederschlägen und Stürmen stark zunehmen. Solche Ereignisse kosten jedes Mal viele Menschenleben. Ein Trend, der bei aktueller Prognose noch stärker zunehmen wird.Gerade auch in der Schweiz wird das Thema «Gletscher» aktueller denn je. Seit Jahrzehnten schmelzen diese weg, sodass bis zum Ende des Jahrhunderts nur noch kümmerliche Reste übrigbleiben sollen. Die Gletscher speisen unsere Flüsse und tragen damit einen grossen Teil zur Trinkwasserversorgung in der Schweiz bei. Versiegt diese Quelle erst, wird das Thema «Wasserknappheit» auch im heutigen Wasserschloss Schweiz zum Thema. Das Eis, welches an den Polkappen schmilzt, trägt wiederrum zu einem verstärkten Anstieg des Meeresspiegels bei. Die verstärkten Dürreperioden in sowieso schon relativ trockenen Gebieten werden der Landwirtschaft schwer zusetzen.

Darum sind die Menschenrechte bedroht

All die durch den Klimawandel entstandenen Veränderungen bedrohen die Menschenrechte direkt oder indirekt. Extreme Wetterverhältnisse, wie Stürme und Hitzeperioden, fordern direkte Menschenopfer. In einem Bericht von Amnesty International wird von bis zu 700’000 Opfern pro Jahr ausgegangen. Die wegen Hitzeperioden entstehenden Ernteausfälle könnten für einen grossen Anstieg von Menschen sorgen, die vom Hunger bedroht sind. Ausserdem wird der Zugang zu sauberem Trinkwasser durch die enorme Hitze weiter erschwert. Die Weltbank prognostiziert aktuell, dass 1 bis 2 Milliarden Menschen keinen richtigen Zugang zu Trinkwasser mehr haben könnten. Überschwemmungen fördern ausserdem die Ausbreitung von ansteckenden Krankheiten, wie Malaria.Die Probleme und Gefahren, welche der Klimawandel mit sich bringt, sind also deutlich erkennbar. Jetzt liegt es an unserem Verhalten, dass die Zukunft doch nicht so düster endet, wie prognostiziert wird.

Quellen:

https://info.brot-fuer-die-welt.de/blog/menschenrechte-klimawandel
https://www.srf.ch/news/schweiz/so-ist-die-schweiz-betroffen-diesen-effekt-hat-der-klimawandel-auf-ihren-wohnort
https://www.srf.ch/kultur/wissen/neue-studie-zum-klimawandel-die-globale-erwaermung-ist-beispiellos
https://www.amnesty.ch/de/themen/klima/doc/2019/amnesty-international-unterstuetzt-die-klimastreik-bewegung
https://www.amnesty.ch/de/ueber-amnesty/publikationen/magazin-amnesty/2018-2/die-auswirkungen-des-klimawandels-und-die-betroffenen-menschenrechte

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