ContainerCompany – Die App für smartes Containern

«Stell dir vor, es gibt gratis Essen und keiner geht hin»

2,8 Millionen Tonnen Food Waste pro Jahr entstehen durch den Lebensmittelkonsum in der Schweiz. Davon enden mehr als 500‘000 Tonnen an noch geniessbaren Produkten aus Lebensmittelindustrie, Detailhandel, Gastronomie und Haushalten im regulären Müll. Dies führt schon seit einigen Jahren dazu, dass immer mehr Menschen, insbesondere im urbanen Raum, sich nachts auf Lebensmittelsuche durch Müllcontainer begeben.

Das sogenannte «Containern» wird insbesondere bei jungen Erwachsenen stetig beliebter, da es einerseits als eine Art Aktivismus gegen Lebensmittelverschwendung angesehen werden kann, andererseits die Brieftasche schont; Win-Win für Student*innen und diejenigen, bei denen das Budget gerade knapp ist. Da das Smartphone den heutigen Alltag ohnehin schon ungemein erleichtert, lege ich hiermit mein Konzept für die Mobile-App «ContainerCompany» vor, die den Einstieg ins Containern erleichtern und als Community-Plattform dienen soll.

Markieren und Wiederfinden von ertragreichen Containern.

Die App soll es Nutzer*innen ermöglichen, Container-Hotspots auf dem Smartphone zu markieren. Mittels Dropdown-Menü kann man beim jeweiligen Spot notieren, welche Produkte dort am häufigsten gefunden werden. Dadurch soll das effiziente Containern erleichtert werden; stundenlang durch den Müll zu wühlen und wenig bis nichts Brauchbares zu finden, stellt jeden auf die Probe.

Ebenso lassen sich von befreundeten Nutzer*innen gesetzte Markierungen einsehen.

Ein soziales Netzwerk für die Nachhaltigkeit.

Das Company in «ContainerCompany» kommt nicht von ungefähr. Mit rudimentären Grundfunktionen eines sozialen Netzwerks soll die App zur Vernetzung der Container Community beisteuern. Man kann Freunde hinzufügen, sich mit ihnen austauschen und von ihnen gesetzte Container-Hotspots einsehen, was den Einstieg ins Containern erleichtert.

Den Einstieg ins Containern erleichtern.

Zu den oben genannten Funktionen kommt noch ein Rezeptbuch (Button: «Rezepte») hinzu, wo Nutzer*innen Rezepte hinzufügen können, damit man schnell Ideen für die Verwertung der gefundenen Produkte finden kann. Durch alle vorgestellten Funktionen soll aber auch denjenigen, welche die Hemmschwelle zum Containern noch nicht überwunden haben, unter die Arme gegriffen werden. Darum wird die App auch einige nützliche Tipps und Hinweise beinhalten. Die Frage, die am meisten aufkommt: Ist Containern überhaupt legal?

In der Schweiz ist Containern komplett legal, solange die Container nicht abgeschlossen sind und keine Absperrungen überwunden werden müssen, um an die Container ranzukommen. In Deutschland zum Beispiel ist Containern verboten, weshalb die App auch nur in der Schweiz verfügbar sein würde.

Hinzu kommt noch, dass beim Containern einige Verhaltensweisen vorausgesetzt werden:

  • Keinen Müll hinterlassen! Sonst kann es sein, dass es den Anwohnern zu viel wird und sie anfangen, die Container abzuschliessen. (Wenn bei einem Spot dennoch die Container plötzlich abgeschlossen sind gibt es den Button: «Spot melden»)
  • Keine Sachbeschädigung!
  • Verständnis dafür haben, wenn ein aufgebrachter Anwohner die Polizei verständigt. In der Nacht mit Taschenlampe bewaffnet rumstreunen macht nicht den besten ersten Eindruck.

Damit sollten mal die Basics fürs Containern und die App erläutert sein. Für alle, die mal mit dem Thema Containern geliebäugelt haben, gibt es im Internet bereits haufenweise nützlicher Tipps und Infos.

von Oscar Krizan

One thought on “ContainerCompany – Die App für smartes Containern

  1. Im Namen der Nachhaltigkeitskommission der FH Graubünden danke ich euch für diesen Beitrag. Diese Möglichkeit, die Lebensmittelverschwendung einzudämmen ist sehr wichtig. Die Container fungieren hier sicher auch als wertvolles und auffälliges „Signal“ an die Bevölkerung, über ihren Konsum nachzudenken. In der Produktion von Lebensmitteln steckt ja viel Energie und ausserdem sind Lebensmittel ein wertvolles Gut, zu welchem nicht die gesamte Menschheit Zugang hat. Vielen Dank für den spannenden Beitrag.
    Frieder

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