Eine Woche Nachhaltigkeit in Chur

Vom 9. bis 13. März ging in Chur, wie auch in zahlreichen anderen Schweizer Ortschaften, die Nachhaltigkeitswoche über die Bühne. Bereits zum dritten Mal stellte der StudentHUB – eine Gruppe Studierende der Fachhochschule Graubünden (FHGR) und der Pädagogischen Hochschule Graubünden (PHGR) – ein attraktives und abwechslungsreiches Programm unter dem Motto «Nachhaltigkeit» auf die Beine. Von Meditation am Mittag über Vorträge bis hin zum Nähen eigener Abschminkpads war alles dabei.

Aufgrund der aktuellen Gesundheitslage und der starken Ausbreitung von Covid-19, des Coronavirus, musste die Nachhaltigkeitswoche in Chur einige kurzfristige Absagen in Kauf nehmen. Trotz der Einschränkungen liessen sich viele Interessierte den Besuch eines Workshops oder Vortrags nicht entgehen.

Die Woche startete mit einer ersten Meditation am Mittag. Was noch vor ein paar Jahren vielerorts belächelt wurde, wird heute von zahlreichen Menschen regelmässig genutzt, um den Körper herunterzufahren. Meditation soll laut Hirnforschern die Kreativität und den Fokus steigern und dadurch akuten Stress senken können. Ausserdem steigert sie das eigene Wohlbefinden und Einfühlvermögen.

Seelisch gestärkt folgten am Dienstag zwei Vorträge zum Thema «Nachhaltig Reisen» und «Voluntourism». Beide wurden von «Fair Unterwegs» vorgetragen: Das Reiseportal bietet Tipps, Infos und Inspiration für faire Begegnungen mit anderen Kulturen auf Reisen, wie auch zu Hause. Die Personen hinter der Plattform haben sich stark mit den 17 SDGs auseinandergesetzt und den jeweiligen Tourismus- und Reiseaspekt näher beleuchtet.

Gleichzeitig stellten am Dienstagnachmittag einige Student*innen ihre eigene pflanzliche Milch her. Organisiert wurde dieser Workshop von zwei Mitorganisatorinnen der Nachhaltigkeitswoche. Das Ziel des Workshops: Den Teilnehmer*innen zu zeigen, wie einfach das Herstellen eigener Milch sein kann. Am Ende des Tages durften die Teilnehmer*innen ihre eigene Mandel-, Hafer- oder Cashewmilch nach Hause nehmen. Wie genau die Herstellung funktioniert, kannst du hier nachlesen.

Am Mittwochabend versammelten sich rund ein Dutzend Interessierte, um gemeinsam ihre eigenen Abschminkpads und Gemüsebeutel zu nähen. Die Begleiterin des Workshops lächelte, als sie den eifrigen Student*innen bei ihrer Näharbeit zusah, und sagt: «Nähen ist so einfach und ist super um sich die Zeit zu vertreiben.» Was bei den einen noch negative Erinnerungen an den Handwerksunterricht in der Primarstufe hervorgerufen hatte, konnte durch eine neue, positive Erkenntnis ergänzt werden. Du willst auch selbst etwas nähen? In den folgenden Bildern sind die wenigen Schritte zu deinem eigenen Gemüsebeutel und den individualisierten Abschminkpads erklärt.

Anleitung zur Herstellung deines eigenen Gemüsebeutels

Am Donnerstag ging schliesslich der letzte Vortrag von «Too Good To Go» zum Thema Foodwaste über die Bühne. «Too Good To Go» ist eine App, über welche man zu bestimmten Tageszeiten übrig gebliebenes Essen zu vergünstigten Preisen in Läden und Restaurants abholen kann. Mit dieser Geschäftsidee möchte die Plattform Foodwaste entgegenwirken.

Trotz den neuen Regeln aufgrund des Coronavirus hinterliessen die Veranstaltungen der Nachhaltigkeitswoche 2020 in Chur positive Erkenntnisse. Die Woche zeigte, wie naheliegend ein nachhaltigerer Lebensstil sein kann, wenn man sich ein wenig damit auseinandersetzt. Am Ende benötigt es keine Wende um 180 Grad sondern meist nur einen kleinen Gedankenanschub und die Motivation sich mit dem Thema «Nachhaltigkeit» auseinanderzusetzen.